Die aktuellen Meldungen des Ruderclub Hansa Dortmund
Wir haben kein Spitzenboot - Grahn nach Langstrecke
Bei der DRV-Langstrecke sind über 400 Ruderer in mehr als 300 Booten an den Start gegangen. Bundestrainer Grahn bewertet die Ergebnisse.
Sechs Stunden Langstreckenrennen bei strahlendem Sonnenschein und starkem Gegenwind - bei der DRV-Langstrecke sind über 400 Ruderer in mehr als 300 Booten an den Start gegangen. rchd1898.de hat mit Dieter Grahn, Bundestrainer für den Riemenbereich der Männer, über seine Eindrücke der Regatta und die Pläne für die nächsten Monate gesprochen.
rchd1898.de: Im Männer-Zweier-ohne liegen zwischen den ersten vier Boote gerade einmal vier Sekunden Abstand, mit Käufer/Adamski vorne. Wie werten Sie das Ergebnis?
Also insgesamt Zufriedenheit?
Nun ja, was mir eigentlich fehlt - wir haben kein Spitzenboot. Hier hätte sich ein Spitzenboot deutlich absetzen müssen. Was wir in diesem Jahr erfreulicherweise haben, ist ein deutlicher Abstand gegenüber dem Leichtgewichtsbereich. Hier spielte natürlich der Wind auch eine Rolle. Bei Schiebewind hatten wir es hier ja auch schon, dass die Leichten schneller waren als die Schweren. Insgesamt müssen wir jetzt noch einmal die Relationen aller Botosklassen zueinander vergleichen, um zu sehen: wo stehen wir denn wirklich.
Sie sprechen das Wetter an - wir hatten ja doch sehr kräftigen Gegenwind. Wie hat sich das insgesamt ausgewirkt?
Mit dem Duo Adamski/Käufer ist ein junges Boot an die Spitze gefahren - wie sehen Sie da das Potenzial?
Die beiden gehörten zu den schnellsten Zweiern im B-Bereich. Philip Adamski ist da jetzt reingewachsen, er ist nächste Saison im ersten A-Jahr, und ich muss sagen, er hat leistungsmäßig den Anschluss hergestellt ? so wie wir uns das wünschen. Die besten B`s müssen schon innerhalb dieser Zeit den Anschluss an den A-Bereich schaffen.
Jetzt war die Trainings- und Vorbereitungszeit in diesem Jahr ja relativ kurz und die Langstrecke recht früh - wie aussagekräftig sind die Ergebnisse?
Damit kann man schon was anfangen. Die Ruderer, die bei den A-Weltmeisterschaften waren, die sind seit Ende September wieder im Training. Das sind sechs Wochen, da kann man schon Rückschlüsse ziehen. Für mich ist wichtig, dass die Sportler rechtzeitig gezeigt bekommen, wo sie jetzt stehen. Erstmal ist es ja auch nur eine Überprüfung, eine momentane Bestandsaufnahme. Man kann nicht jetzt schon alles selektieren. Aber es ist durchaus eine Aufforderung, jetzt etwas zu machen, wo es ins Wintertraining geht. Da werden die Grundlagen gelegt. Wer hier jetzt schlechte Karten hatte, der weiß, dass er zuzulegen hat, es ist alles noch machbar. Ein späteres Saisonergebnis, etwa im April, ist schwer korrigierbar.
Ziehen Sie dann jetzt überhaupt direkt Konsequenzen aus dem Ergebnis?
Mit Engelmann und Schulte sind ja zwei Cambridger auf den zweiten Platz gefahren, die dort zum Auslandsstudium sind. Sie waren vor Ort und haben sich das angesehen - diese Schule dort hat Sie schon fasziniert?
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