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Eton: Deutschlandachter rudern ins WM-Finale
Bei der Ruder-WM in Eton haben alle Boote des Dortmunder Stützpunktes das Finale erreicht. Als letztes Boot schaffte der Männer-Achter die Qualifikation im Halbfinale. Nach einem spannenden Rennen lag das deutsche Team im Ziel nur eine Hundertstel-Sekunde hinter dem bisherigen Weltmeister USA. Die Finalrennen in Eton finden am Samstag und Sonntag statt.
Bei der WM in Eton läuft alles nach Plan: alle Boote des Dortmunder Riemen-Stützpunktes haben das Finale erreicht. Der Deutschlandachter schaffte dies mit einem zweiten Platz im Halbfinale, nur eine Hundertstel-Sekunde hinter dem bisherigen Weltmeister USA. Das um eine halbe Länge enteilte US-Boot konnte das Team um Schlagmann Bernd Heidicker mit einem fulminanten Schluss-Spurt auf den letzten 400 Metern noch einholen. Heidicker beschrieb sein Gefühl so: ?Wir merken, dass die Amerikaner näher kommen, und mobilisieren alle Kräfte. Das Adrenalin schießt in diesem Moment durch den Körper und betäubt alle Schmerzen.? Als drittes Boot zog Italien ins Finale vor Russland, der Schweiz und Rumänien ein.
Das zweite Halbfinale gewann Australien vor Großbritannien und Polen, das sich mit drei Hundertstel Sekunden Vorsprung vor Kanada durchsetzte. Nachdem der Deutschlandachter seinen Vorlauf mit einer Hundertstel-Sekunde gewonnen hatte, hier vor Großbritannien, rechnen alle mit einem äußerst spannenden Finale im Männer-Achter. ?Es wird bestimmt ein erneut knappes Rennen. Wir wollen eine Medaille, welche es am Ende wird, werden wir sehen?, sagte Schlagmann Bernd Heidicker.
Im Finale ist auch der Vierer-ohne der Männer. Das deutsche Team um den jungen Schlagmann Philip Adamski hatte zunächst mit einem zweiten Platz im Vorlauf direkt das Halbfinale erreicht. Dort zeigten Adamski & Co ein kämpferischse Rennen und wurden hinter Weltmeister Großbritannien Zweite. DRV Sportdirektor Müller: ?Die Crew hat weiter konsequent den ersten Streckenabschnitt verbessert und die Spitze angepeilt, dann sich durch einen famosen Endspurt für das Finale qualifiziert. Angesichts der schwierigen Bedingungen hat unsere Mannschaft eine glänzende technische Leistung geboten.?
Der Frauenachter musste sich im Vorlauf mit knapp einer Sekunde gegen Weltmeister Australien geschlagen geben, auch wenn man im Endspurt noch einmal stark aufschließen konnte. ?Für das erste Rennen bin ich ganz zufrieden. Ich habe das Gefühl, dass da mehr drin ist. In der Mitte sind wir zu brav gerudert, da war es dann am Schluss zu spät. Wir haben mehr mit Rumänien gerechnet und sind von den Australiern vielleicht auch überrascht worden. Die sind sehr aggressiv raus gegangen, das hat uns heute gerade zwischen 500m und 1000m gefehlt?, so Bundestrainer Ralf Holtmeyer zu seinen Eindrücken nach dem zweiten Vorlauf-Platz für seinen Achter. Der Hoffnungslauf um den Finaleinzug musste dann wegen schlechten Wetters um einen Tag verschoben werden, was den Achter-Damen aber anscheinend nicht schlecht bekam: sie konnten ihren Lauf am Donnerstag Vormittag mit knapp fünf Sekunden Vorsprung vor Kanada klar gewinnen und stehen somit im Finale.
Keinen guten WM-Start erwischt hat der Vierer-ohne der Frauen. Nora Wehrhahn, Kerstin Naumann, Daniela Gorr und Marelene Sinnig wurden in ihrem Vorlauf drittes und damit letztes Boot, mit acht Sekunden Rückstand auf China, und knapp vier Sekunden auf Weißrussland. Mit Platz vier im Hoffnungslauf hat sich das Team aber noch den Finaleinzug gesichert - nachdem der deutsche Vierer das Feld zur Streckenhälfte noch angeführt hatte.
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