Die aktuellen Meldungen des Ruderclub Hansa Dortmund
Dragan in Kopenhagen 2mal erfolgreich
Sieg auf der 2000-Meter-Strecke und auf der 500-Meter-Strecke! Besser hätte der Baltic-Cup in Kopenhagen für Dragan Stankovic nicht laufen können.

Am letzten Septemberwochenende fand der Baltic Cup 2014 in Kopenhagen statt. Mit dabei waren auch die beiden Hanseaten Dragan Stankovic und Frank Flörke. Die Anreise begann schon am frühen Donnerstag um 6 Uhr vom Bootshaus des RC Hansa Richtung Rostock. Dort, am Bootshaus des ORC Rostock, trafen wir uns mit den restlichen Mannschaftsmitgliedern und luden die Wettkampfboote auf einen gemeinsamen Anhänger. Mit einem großen Reisebus ging es dann für die Sportler und Trainer weiter zum Fährhafen in Rostock. Nach zwei Stunden Wartezeit fuhr dann endlich die Fähre Richtung Dänemark. Vom Fährhafen in Gedser dauerte die Fahrt noch einmal gute zwei Stunden bis wir an unserem Jugend-Hotel in Kopenhagen ankamen. Sichtlich ermattet verschwanden dann auch alle schnell auf ihren Zimmern. Am nächsten Tag gab es noch einmal die Möglichkeit, die Strecke kennenzulernen und ein paar Kilometer zu trainieren. Die Mannschaft hatte sich seit dem Trainingslager in Breisach vor 4 Wochen nicht mehr gesehen, und so war es schon sehr überraschend, dass es auf Anhieb wieder sehr gut klappte und alle begeistert waren. Die Regattastrecke in Kopenhagen liegt im Norden von Kopenhagen, eingebettet in eine wunderschöne Natur. Ringsum befinden sich viele Wälder. Hier am Lake Bagsværd fanden schon große Ruderregatten, wie Welt- und Europameisterschaften statt. Oftmals waren diese Regatten durch starken Wind gekennzeichnet. Und auch dieses Jahr war es zumindest am Samstag sehr windig. Da der Wind jedoch recht gerade in der Bahn wehte, waren zwar die Zeiten sehr langsam, aber der Wettkampf nicht unfair.
Am Donnerstagmittag ergab sich noch die Gelegenheit, mit der gesamten Mannschaft eine kleine Stadtrundfahrt zu absolvieren. Dank eines dänischen Ruderkameraden, der zufällig auch Stadtführer war, wurde im Reisebus eine kleine Tour durch Kopenhagen gemacht.
Bevor ich auf die Rennen eingehe hier noch einmal zum Hintergrund des Baltic Cups, wer dort starten darf und was das eigentlich ist
Der Baltic Cup wird jährlich in verschiedenen Sportarten ausgetragen. Dort treffen 15- bis 17-jährige Juniorinnen und Junioren der Ruderverbände von zehn Ostsee-Anrainerstaaten aufeinander. Das jeweils wechselnde Veranstaltungsland darf beim Rudern pro Bootsklasse zwei, die anderen Länder je eine Mannschaft nominieren. Es gehen Einer, Zweier und Vierer an den Start.
Über die Wettkampfstrecken von 2000 (samstags) und 500 Metern (sonntags) rudern neben der deutschen Crew Sportler aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, Litauen, Russland, Polen und Lettland gegeneinander. Der Baltic Cup ist der Wettkampf für Ruderinnen und Ruderer der jüngeren Juniorjahrgänge, welche die Nominierung zur Weltmeisterschaft knapp verpassten. Hier werden Erfahrungen gesammelt, damit es im nächsten Jahr im besten Fall für die WM-Nominierung reicht.
Damit gilt der Baltic Cup als erste Vorbereitung talentierter 16- und 17-jähriger Ruderinnen und Ruderer auf den internationalen Zielwettkampf, die Junioren-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr. In Kopenhagen kämpfen zahlreiche Nachwuchstalente um die Medaillen in zehn Bootsklassen. Im kommenden Jahr findet der Baltic Cup in Schweden statt. Es wäre sicherlich ein schönes Ziel für Tabea, Celine oder Tim am Baltic Cup 2015 teilzunehmen; nicht nur touristisch
Nun zurück zu den Rennverläufen
Am Samstag standen die Rennen über die Streckenlänge von 2000m an. Leider gab es aufgrund der geringen Meldungen keine Vorläufe, sodass es am Samstag schon mit dem ersten Schlag ernst wurde. Die Mannschaft nahm diese Herausforderung auch sehr engagiert an und setzte sich bei sehr starkem Gegenwind und heftigem Wellengang von Beginn an an die Spitze des Fünf-Boote-Feldes. Schon nach 500m konnten sie in Führung gehen. Bis zum Zielstrich baute die Mannschaft um den Dortmunder Schlagmann Dragan Stankovic die Führung aus und gewann deutlich mit weit über einer Länge Vorsprung vor Dänemark und Litauen. Bei der Zieldurchfahrt spürte man, welch ein Druck von der Mannschaft abfiel: die Freude war sehr groß und der Jubelschrei bis hoch zur Naturtribüne zu hören
Am Sonntag standen dann die Entscheidungen auf der Sprintstrecke von 500m an. Die Bundestrainerin war mit den Ergebnissen vom Samstag sehr zufrieden, mahnte aber auch noch einmal die Konzentration für den Sprint an. Viele Rennen sehen auf der Sprintstrecke anders aus als auf den 2000 Metern. Und so war es dann auch. Einige Boote, die auf der langen Wettkampfstrecke sehr souverän aussahen, hatten auf der kurzen Strecke große Probleme. Der Junioren-Doppelzweier schaffte nicht einmal den Einzug ins Finale, obwohl sie am Samstag noch klarer Sieger waren. Der Jungs-Vierer um Dragan ließ aber keinen Zweifel daran, wer das Rennen gewinnen würde. Auch auf 500m gewann die Ruhrgebietscrew mit Hamburger Verstärkung souverän mit über einer Länge Vorsprung. Zudem war die Zeit exzellent. Lediglich der siegende Junioren-Doppelvierer aus Dänemark absolvierte die 500m in einer mit 0,32sec knapp schnelleren Zeit.
Ein sportlich sehr erfolgreiches Wochenende ging dann mit einer wiederum sehr langen und anstrengenden Rückreise zu Ende. Morgens um 6 Uhr begann der Tag mit dem Frühstück im Hotel und am Montag früh um 03:30 waren die Wettkampfboote wieder in den Bootshallen
Die lange Reise hat sich aber gelohnt und sollte eine Menge Motivation für das kommende lange und harte Wintertraining sein!!!
- Frank Flörke -
(Fotos: DRV, Axel Eimers, Johannes Karg)
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