Bestes Rennen der Saison: Bronze bei U23-WM für Tabea Schendekehl

Siegerehrung für Tabea Schendekehl (Foto: U. Heinemann)

Hitzeschlacht im bulgarischen Plovdiv für die Dortmunder Ruderinnen und Ruderer: Tabea Schendekehl (18 J.) konnte sich im U23-Vierer mit Annemieke Schanze, Ida Kruse und Anna Schanze die WM-Bronzemedaille sichern. Die Crew hatte sich am Freitag bei 35 Grad in einem heiß umkämpften Halbfinale die Finalteilnahme gesichert. Am Samstag ging es auf dem Ruderkanal in Plovdiv erneut eng zu: der deutsche Frauenvierer lag bis 500 Meter vor dem Ziel noch auf Rang vier. Dann zog Schlagfrau Anna Schanze aber nochmal an: in einem fulminanten Endspurt zog das Quartett an Dänemark vorbei und sicherte sich hinter den Niederlanden und Rumänien den dritten Platz. Die Freude des jungen Teams über die Medaille war bei der Siegerehrung riesengroß. Tabea Schendekehl: "Wir sind ein gutes Rennen gefahren. Es lief einfach gut und es war unser bestes Rennen der Saison zum richtigen Zeitpunkt."

Enttäuschung für den U23-Männer-Achter am Sonntag zum Abschluss der Regatta: Johannes Rentz hatte sich mit dem deutschen Team über den Hoffnungslauf ins A-Finale gekämpft. In der Besetzung Jakob Gebel, Anton Schulz, Johannes Rentz, Marc Leske, Maximilian Bierwirth, Michael Trebbow, Olaf Roggensack, Rene Schmela und Steuermann Jonas Wiesen belegten sie nach 2000 Metern im Ziel nur Rang fünf, vor der Ukraine, aber hinter den Niederlanden, Rumänien, Großbritannien und den USA.

Pech auch für den dritten Dortmunder Teilnehmer: Felix Heinemann, Steuermann des deutschen Vierers, war mit Rang fünf im Hoffnungslauf bereits vorzeitig ausgeschieden.

Insgesamt war das Abschneiden für den Deutschen Ruderverband ein Desaster: am Sonntag gab es keine einzige Medaille, am Samstag insgesamt "nur" drei Bronzemedaillen. Die Männer mussten völlig ohne Medaille nach Hause fahren. Die DRV-Verantwortlichen um U23-Cheftrainerin Brigitte Bielig werden sich Gedanken machen müssen.

Von Ulrich Heinemann

Zurück